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Minnesota
History
Kaum ein Team hat sich so lange und konstant an der Spitze seiner Division gehalten, wie die Minnesota Vikings: Seit 1968 erreichten die Vikings 23mal die Playoffs und standen viermal in einer Super Bowl. Allerdings konnten die Vikings keines dieser Spiele siegreich gestalten und wartet noch immer auf den ersten NFL-Titel.

Die Geschichte des Profi-Footballs in den «Twin Cities» beginnt im August 1959, als sich eine Gruppe von Geschäftsmännern aus Minneapolis und St. Paul an der Gründung der American Football League (AFL) beteiligt. Als dann aber der Gruppe um Bill Boyer im Januar 1960 auch eine Franchise der NFL angeboten wurde, entschieden sie sich für die etablierte Liga und gaben der aufstrebenden Konkurrenz einen Korb.

Wohl kein Team in der Football-Geschichte hatte einen solch spektakulärer Einstand auf der NFL-Bühne wie die Minnesota Vikings: In ihrem allerersten Spiel wechselte Coach Norm Van Brocklin Rookie Quarterback Fran Tarkenton ein. Und Tarkenton warf in einem erstaunlichen Spiel vier Touchdown-Pässe und führte sein Team zu einem 37:13-Sieg über die renomierten Chicago Bears. Zweieinhalb Jahrzehnte später war Tarkenton der erste Viking, der in die Hall of Fame gewählt wurde.

Die Minnesota Vikings konnten sich von Anfang an auf die Unterstützung ihrer Fans verlassen: 85 Prozent der Kapazität ihres damaligen Stadions – des Minneapolis Metropolitan Stadiums – waren durch Saison-Abonnements belegt. Der Erfolg wollte sich allerdings nicht so schnell einstellen. 1964 verliess General Manager Bert Rose das Team und 1967 quittierte Coach Norm Van Brocklin den Dienst. Bezüglich Ersatz wurden die Vikings in Kanada fündig: Von den Calgary Stampeders holten sie Manager Jim Finks und von den Winnipeg Blue Bombers Head Coach Bud Grant. Und mit ihnen kam auch der Erfolg.

In ihrer zweiten Saison unter Grant gewannen die Minnesota Vikings zum erstenmal ihre Division und in den nächsten 12 Jahren sollten 10 weitere Divisionstitel folgen. Grant führte ein eisernes Regime in Minneapolis. So erlaubte er es seinen Spielern beispielsweise auch im tiefsten Winter nicht, Handschuhe zu tragen. Doch diese Strategie der Abhärtung zahlte sich aus: Spielten die Vikings in den Playoffs zu Hause, so waren sie ihren Gegnern, die mit dem harten Wetter im Norden oft nicht zurecht kamen, meistens klar überlegen. 1969 resultierte die erste NFL-Meisterschaft, 1973, 1974 und 1976 kamen NFC-Titel hinzu. Der ganz grosse Erfolg blieb aber aus: Alle vier Super Bowls – sie alle wurden im warmen Süden gespielt – gingen verloren.

1982 zogen die Minnesota Vikings in ihr neues Stadion, den Hubert H. Humphrey Metrodome. Der Erfolg blieb ihnen aber auch an neuer Wirkungsstätte treu, auch nach dem Rücktritt von Bud Grant 1985. Sein Nachfolger Jerry Burns erreichte in sechs Jahren dreimal die Playoffs und Dennis Green, welcher in den 1990er Jahren das Zepter in Minneapolis führte, in zehn Jahren sogar deren achtmal. Nur für eine Teilnahme in der Super Bowl reichte es nicht mehr: Sowohl 1987 wie 1998 und 2000 scheiterten die Vikings im NFC Championship Game.

VIKINGS FACTS

Mitglied der NFL:
27. Januar 1960

Erste Saison:
1961

Super Bowl-Verlierer:
IV, VIII, IX, XI

NFL/NFC-Meister:
1969, 1973, 1974, 1976

NFC-Vizemeister:
1977, 1987, 1998, 2000, 2009, 2017

Divisions-Meister:
1968, 1969, 1970, 1971, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1980, 1989, 1992, 1994, 1998, 2000, 2008, 2009, 2015, 2017

Hall of Fame-Mitglieder:
Cris Carter
Chris Doleman
Carl Eller
Jim Finks (Manager)
Bud Grant (Coach)
Steve Hutchinson
Randall McDaniel
Paul Krause
Randy Moss
Alan Page
John Randle
Fran Tarkenton
Mick Tingelhoff
Ron Yary
Gary Zimmerman

Fran Tarkenton, Quarterback, 1961-1966, 1972-1978
Fran Tarkenton, Quarterback, 1961-1966, 1972-1978
Paul Krause, Safety, 1968-1979
Paul Krause, Safety, 1968-1979
Cris Carter, Wide Receiver, 1990-2001
Cris Carter, Wide Receiver, 1990-2001
von Stefan Feldmann - 
Sonntag, 2. Februar 2020