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New York Jets
History
Die New York Jets hatten einen schweren Start: 1960 beteiligte sich der New Yorker Geschäftsmann Harry Wismer an der Gründung der American Football League und erhielt unter dem Namen Titans eine Franchise für New York. Obwohl auf dem Feld nicht gänzlich ohne Erfolg, waren die Titans nach drei Jahren bankrott. Da half nur ein Neustart unter neuem Namen.

Eine Gruppe um den Kaufmann David «Sonny» Werblin kaufte das Team von Wismer und fand im administrativen Bereich ein derartiges Chaos vor, dass sie sich entschieden, nur ein neuer Namen könne das angeschlagene Image aufpolieren: Die Gruppe entschied sich für den Namen New York Jets, der das neue, moderne und aufstrebende Image des New Yorker Football-Teams widerspiegeln sollte. Gleichzeitig wurde der Bau eines neuen Stadions in Angriff genommen und mit Weeb Ewbank ein neuer, renommierter Head Coach verpflichtet.

Ewbank, welcher mit den Baltimore Colts zu NFL-Meisterehren gekommen war, ging daran, ein neues Team aufzubauen. Der grösste Coup gelang ihm dabei 1965 als er Quarterback Joe Namath verpflichten konnte. Dass sich der Spielmacher der University of Alabama nicht für die etablierte NFL, sondern für deren kleinen Herausforderer AFL entschied, führte zu einem riesigen Pressewirbel und brachte die AFL auf ihrem Weg zur Anerkennung als vollwertige Profi-Liga einen grossen Schritt voran.

Und auch für den nächsten grossen Schritt auf diesem Weg waren die New York Jets verantwortlich: 1968 standen sie in Super Bowl III dem hochfavorisierten NFL-Meister Baltimore Colts gegenüber. Alle Experten rechneten mit einer klaren Niederlage des Teams aus dem «Big Apple», nur deren Quarterback Namath garantierte einen Sieg seines Teams. Und er hielt Wort: Die Jets gewannen mit 17:7. Der Sieg der New Yorker gilt bis heute als die grösste Super Bowl-Überraschung überhaupt. Auch trug dieses Spiel wie wenig andere zum grossen Erfolg des Footballs in den USA bei, prägte es doch das Bild dieser Sportart für eine ganze Generation.

Ihren Super Bowl-Sieg konnten die New York Jets – auch wegen ständigen Verletzungssorgen Namaths‘ – nie bestätigen, dennoch zehrten sie in harten Zeiten von ihrem Überraschungscoup in Super Bowl III. Dieser zahlt sich auch bezüglich Zuschauerzahlen aus: Seit 1964 sind alle Saison-Tickets der Jets Jahr für Jahr ausverkauft, im Durchschnitt sehen rund 55'000 Zuschauer die Spiele der Jets. 1984 gab das Team das eigene Shea-Stadion auf und zogen ins Giants-Stadion in den Meadowlands vor den Toren New Yorks, welches sie sich genauso wie das später erbaute neue Stadion mit den Giants teilen.

Erst in den 1980er Jahren wurden die Jets unter den Coaches Walt Michaels und Joe Walton wieder zu ernsthaften Playoff-Aspiranten und erreichten regelmässig die Playoffs, 1982 verpassten sie den Einzug in die Super Bowl nur knapp. Ab 1997 übernahm Bill Parcells, welcher den Stadtkonkurrenten New York Giants zu zwei Super Bowls geführt hatte, das Team. Der gleiche Erfolg wie mit den Giants war aber auch Parcells nicht beschieden: 1998 scheiterten die Jets im AFC Championship Game an den Denver Broncos. Und auch Ende der 2000er Jahre klopften die Jets unter Head Coach Rex Ryan zweimal an die Türen zur Super Bowl, der grosse Erfolg von 1968 zu duplizieren, gelang bislang aber nicht.

JETS FACTS

Mitglied der AFL:
14. August 1959, Gründungsmitglied der AFL
1960-1962 New York Titans
seit 1963 New York Jets

Erste Saison:
1960

Super Bowl-Sieger:
III

AFL-Meister:
1968

AFC-Vizemeister:
1983, 1998, 2009, 2010

Divisions-Meister:
1968, 1969, 1998, 2002

Hall of Fame-Mitglieder:
Weeb Ewbank (Coach)
Winston Hill
Curtis Martin
Kevin Mawae
Don Maynard
Joe Namath
John Riggins

Don Maynard, Wide Receiver, 1960-1972
Don Maynard, Wide Receiver, 1960-1972
Joe Namath, Quarterback, 1965-1976
Joe Namath, Quarterback, 1965-1976
Mark Gastineau, Defensive End, 1979-1988
Mark Gastineau, Defensive End, 1979-1988
von Stefan Feldmann - 
Sonntag, 2. Februar 2020