www.bigplay.ch
Suchen
Los Angeles Rams
History
Die Los Angeles Rams gehören zu den ältesten Teams der NFL: 1936 wurden sie in Cleveland als Team der kurzlebigen NFL-Konkurrenzliga AFL gegründet. Nach dem Vizemeistertitel in dieser Liga wurde das Team – welches während seiner Geschichte Cleveland, Los Angeles und St. Louis seine Heimat nannte – in die NFL aufgenommen.

In der NFL allerdings war den Rams zu Beginn wenig Erfolg beschieden, meistens mussten sie sich mit einem hinteren Tabellenplatz zufrieden geben. 1943 stellten sie wegen des durch den 2. Weltkriegs verursachten Spielermangels sogar für eine Saison den Spielbetrieb ein. 1944 kehrten die Rams zurück und ein Jahr später erfolgte eine Leistungsexplosion: Angeführt von Rookie Quarterback Bob Waterfield gewannen die Cleveland Rams das NFL Championship Game gegen die favorisierten Washington Redskins.

Doch die Bevölkerung von Cleveland konnte sich am NFL-Titel ihres Teams nicht lange freuen, denn Besitzer Dan Reeves verlegte sein Team gegen grossen Widerstand nach Los Angeles. Und Reeves sorgte weiter für Furore: 1946 verpflichtete er mit Kenny Washington und Woody Strode zum ersten Mal seit den Anfangstagen der NFL zwei Schwarze für sein Team. Der Rams-Besitzer zeigte sich auch andernorts innovationsfreudig: So initierte er Nachwuchsprogramme und verpflichtete als erster Teambesitzer professionelle Scouts, welche am College nach neuen Spielern Ausschau hielten.

Der Start in Los Angels war für die Rams allerdings alles andere als einfach, am Konkurrenzkampf mit den Los Angeles Dons aus der AAFC wären die Rams finanziell beinahe zu Grunde gegangen. Dank Spielern wie Quarterback Norm Van Brocklin, Running Back Elroy «Crazylegs» Hirsch oder Wide Receiver Tom Fears setzten sich die Rams aber schliesslich durch und 1951 resultierte eine zweite NFL-Meisterschaft.

Mitte der 1950er Jahre verloren die Rams den Kontakt zur NFL-Spitze und es dauerte bis Ende der 1960er Jahre bis sie wieder die Playoffs erreichten. 1972 tauschte Besitzer Bob Irsay seine Rams gegen die Baltimore Colts ein, deren Besitzer Carroll Rosenbloom die Schafsböcke übernahm. Nach Rosenblooms Tod übernahm dessen Witwe Georgia Frontiere das Team.

Ihre besten Zeiten erreichten die Rams in den 1970er und 1980er Jahren: Zwischen 1973 und 1979 gewannen sie unter den Head Coaches Chuck Knox und Ray Malavasi sieben Divisionstitel in Folge und in der Zeit zwischen 1973 und 1989 erreichten sie in 17 Saisons 14mal die Playoffs. Höhepunkt dieser Jahre war die Teilnahme in Super Bowl XIV, wo sich die Rams allerdings den Pittsburgh Steelers mit 31:19 geschlagen geben mussten.

In den 1990er Jahren folgte dann der Absturz: Zwischen 1990 und 1999 verloren die Rams – welche 1995 nach St. Louis umzogen – 99 Spiele, nur gerade 45 Spiele konnten siegreich gestaltet werden. Mit dieser Leistung verdienten sich die Rams den Titel des schlechtesten Teams der Dekade.

Allerdings beendeten sie das miese Jahrzehnt mit einem spektakulären Triumph: Angeführt vom völlig unbekannten Quarterback Kurt Warner sowie Running Back Marshall Faulk rollten die Rams ihre Gegner mit einer explosiven Offense – die enthusiastisch als «The Greatest Show on Turf» gefeiert wurde – auf und errangen den ersten Super Bowl-Sieg der Team-Geschichte. Zwei Jahre später erreichten die Rams erneut die Super Bowl, mussten sich aber, obwohl haushoher Favorit, den New England Patriots geschlagen geben.

2010 verkauften die Erben der verstorbenen Rams-Besitzerin Georgia Frontiere das Team an den Unternehmer Stan Kroenke. Und dieser verfolgte schon bald das Ziel, das Team wieder zurück nach Los Angeles zu bringen. Anfang 2016 war es dann soweit: Die NFL stimmte einem Stadionprojekt in Inglewood, einem Vorort von Los Angeles zu, und aus den St. Louis Rams wurden wieder die Los Angeles Rams.

RAMS FACTS

Mitglied der AFL:
15. November 1935, Gründungsmitglied
1936-1945 Cleveland Rams
1946-1994 Los Angeles Rams
1995-2015 St. Louis Rams
seit 2016 Los Angeles Rams

Erste Saison:
1936

Super-Bowl-Sieger:
XXXIV

Super-Bowl-Verlierer:
XXIV, XXXVI, LIII

NFL/NFC-Meister:
1945, 1951, 1979, 1999, 2001, 2018

AFL/NFL/NFC-Vizemeister:
1936, 1949, 1950, 1955, 1974, 1975, 1976, 1978, 1985, 1989

Divisions-Meister:
1945, 1949, 1950, 1951, 1955, 1967, 1969, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1985, 1999, 2001, 2003, 2017, 2018

Hall of Fame-Mitglieder:
George Allen (Coach)
Isaac Bruce
Eric Dickerson
Marshall Faulk
Tom Fears
Kevin Greene
Elroy «Crazylegs» Hirsch
David «Deacon» Jones
Tom Mack
Ollie Matson
Merlin Olsen
Orlando Pace
Dan Reeves (Besitzer)
Les Richter
Jackie Slater
Norm Van Brocklin
Kurt Warner
Bob Waterfield
Jack Youngblood

Norm Van Brocklin, Quarterback, 1949-1957
Norm Van Brocklin, Quarterback, 1949-1957
Merlin Olsen, Defensive Tackle, 1962-1976
Merlin Olsen, Defensive Tackle, 1962-1976
Eric Dickerson, Running Back, 1983-1987
Eric Dickerson, Running Back, 1983-1987
von Stefan Feldmann - 
Sonntag, 2. Februar 2020