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Superbowl - The 2000s
XLI 2006
Indianapolis Colts 29, Chicago Bears 17
4. Februar 2007, Dolphin Stadium, Miami Gardens, Florida
Siegreicher Coach: Tony Dungy, Indianapolis Colts
Wertvollster Spieler: Peyton Manning, Quarterback, Indianapolis Colts
Super Bowl XLI brachte eine nasse Premiere: Es war die erste Super Bowl, welche im strömenden Regen ausgetragen wurde. Nichts auszumachen schien dies allerdings Devin Hester: Der Kickoff Retuner der Chicago Bears trug den Eröffnungs-Kickoff von Adam Vinatieri 92 Yards für den ersten Touchdown der Partei zurück. Der frühe Rückstand nach nur 14 Sekunden schien die favorisierten Indianapolis Colts zu verunsichern. Insbesondere Colts-Quarterback Peyton Manning hatte einen schlechten Start, denn beim anschliessenden ersten Drive musste er eine Interception durch Chris Harris hinnehmen. Allerdings konnten die Bears die Chance nicht für weitere Punkte nutzen.

Der nächste Drive brachte dann die ersten Punkte für die Colts: In der Secondary der Bears stimmte die Zuordnung nicht und Peyton Manning fand seinen Wide Receiver Reggie Wayne für einen 53 Yards-Touchdown. Beim anschliessenden Extrapunkt konnte Holder Hunter Smith den Ball nicht kontrollieren, so dass den Colts trotz Touchdown der Ausgleich nicht gelang. Und mit Fehlern ging es weiter: Beim anschliessenden Kickoff fumbelten die Bears, doch erhielten sie den Ball gleich beim nächsten Spielzug wieder zurück, als Colts-Running Back Joseph Addai ein Handoff von Peyton Manning verpasste. Bears-Quarterback Rex Grossman fand wenig später Muhsin Muhammad für einen weiteren Touchdown für die Bears.

Mit Beginn des zweiten Viertels kriegten die Indianapolis Colts das Spiel aber zunehmend in die Hand: Adam Vinatieri erzielte aus 29 Yards ein Field Goal und wenig später ging Indianapolis durch einen 1 Yards-Lauf von Dominic Rhodes erstmals in Führung. Dabei blieb es, unter anderem auch, weil der nasse Ball weiterhin seinen Tribut verlangte und beide Teams erneut je einen verlorenen Fumble hinnehmen musste. Total resultierten im ganzen Spiel acht Turnovers – drei bei den Colts, fünf bei den Bears.

Nach der Pause fuhren die Colts dort fort, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Mit Laufspiel über Dominic Rhodes und Joseph Addai kontrollierten sie die Uhr, mit kurzen sicheren Pässen führte Peyton Manning seine Offense übers Feld. Den langen Pass gab die Bears-Defense aber nicht ab, so dass sich die Indianapolis Colts jeweils mit Field Goals von Adam Vinatieri zufrieden geben mussteb. Den Bears ging es nicht viel besser: Die Colts kickten bei Kickoffs nach der Erfahrung beim Spielbeginn konsequent vom gefährlichen Devin Hester weg, bescherten so den Bears zwar jeweils recht gute Feldposition, verhinderten aber gleichzeitig den möglichen Return-Touchdown. Und weil der Angriff der Bears nie richtig auf Touren kam, mussten sie sich mit einem einzigen Field Goal durch Robbie Gould zufrieden geben.

Trotz der Überlegenheit der Indianapolis Colts – die fast doppelt so lange im Ballbesitz waren wie ihre Gegner – war die Partie zu Beginn des letzten Viertels weiterhin offen, lagen die Colts doch nur mit 17:22 Punkten vorne. Bears-Quarterback Rex Grossman hatte also die Chance, sein Team doch noch zum Titelgewinn zu führen. Doch es gelang ihm nicht, im Gegenteil: Gleich zu Beginn des letzten Viertels fing Backup-Cornerback Kelvin Hayden einen seiner Pässe ab und trug ihn 56 Yards zum vorentscheidenden Touchdown zurück. Und gleich beim nächsten Drive folgte die nächste Interception: Rex Grossman versuchte es mit einem tiefen Pass über die Mitte, doch statt bei seinem Receiver landete der Ball in den Händen von Colts-Safety Bob Sanders. Die Colts taten anschliessend nicht mehr, als das Spiel zu kontrollieren und den Bears mal für mal schlechte Feldposition aufzuzwingen. Der Erfolg war ihnen nicht mehr zu nehmen.

Mit dem Sieg in Super Bowl XLI gewann Colts-Quarterback Peyton Manning den vom zweimaligen Liga-MVP schon längst erwarteten Titel. Sein Kollege Adam Vinatieri konnte gar zum vierten Mal triumphieren: Zuvor hatte er drei Mal mit den New England Patriots den Titel gewonnen. Star des Abends war aber sicherlich Tony Dungy, denn auch der Colts-Head Coach sorgte für eine Premiere: Er ist der erste afroamerikanische Cheftrainer, der sein Team zum Titel führten konnte.

Indianapolis Colts
29
6
10
6
7
Chicago Bears
17
14
0
3
0

CHI – TD – Hester 92 Yards-Kickoff Return (Extrapunkt Gould)
IND – TD – Wayne 53 Yards-Pass von Manning (Extrapunkt gefumbelt)
CHI – TD – Muhammad 4 Yards-Pass von Grossman (Extrapunkt Gould)
IND – FG – Vinatieri 29 Yards
IND – TD – Rhodes 1 Yard-Lauf (Extrapunkt Vinatieri)
IND – FG – Vinatieri 24 Yards
IND – FG – Vinatieri 20 Yards
CHI – FG – Gould 44 Yards
IND – TD – Hayden 56 Yards-Interception-Return (Extrapunkt Vinatieri)
Tony Dungy
Tony Dungy
Peyton Manning
Peyton Manning
Super Bowl-Ring
Super Bowl-Ring
von Stefan Feldmann - 
Sonntag, 24. Januar 2010