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Denver
History
Die Denver Broncos blicken auf eine erstaunliche Entwicklung zurück: Wie alle Teams der 1959 gegründeten AFL hatten auch die Denver Broncos unter der Herablassung der arrivierten NFL zu leiden – im Gegensatz zu den übrigen AFL allerdings zurecht: Sie waren das schlechteste Team der AFL und wären deshalb beinahe in Atlanta gelandet.

Bei der Gründung der AFL sicherte sich Bob Howsam, Manager eines unterklassigen Baseball-Teams, für Colorados Hauptstadt eine Franchise. Keine allzu glückliche Wahl: Howsam konnte kaum das nötige Geld für das neue Team aufbringen und kleidete sein Team mangels Finanzen in die gebrauchten Jerseys eines erloschenen Amateurteams ein. Besonders die geringelten Socken waren bei den Fans tief verhasst: Sie wurden 1962 anlässlich einer Veranstaltung öffentlich verbrannt.

Und auch sonst lief es den Denver Broncos zu Beginn ihrer Existenz nicht besonders gut: Zwar können sie sich den Sieg im allerersten Spiel der AFL überhaupt auf ihre Fahnen schreiben – ein 13:10-Erfolg über die Boston Patriots –, aber am Ende der 10jährigen Existenz der AFL standen sie gerademal mit 39 Siegen zu Buche und waren somit das schlechteste AFL-Team aller Zeiten.

Trotz allen Tiefschlägen: Die Basis für eine bessere Zukunft des Teams wurde bereits in den 1960er Jahren gelegt. 1965 standen die Denver Broncos kurz davor, nach Atlanta verkauft zu werden. Aber die Gebrüder Gerald und Allen Phipps, welche beide Minderheitsanteile am Team hielten, organisierten den Widerstand und kauften schliesslich Team samt Stadion. Die Fans dankten es ihnen, indem sie für die neue Saison beinahe viermal soviel Saisonkarten lösten, wie in den Jahren zuvor. Eine Treue, die anhalten sollte: Seit 1970 ist jedes Heimspiel der Denver Broncos ausverkauft.

Nach 14 Jahren Erfolglosigkeit gelang es den Denver Broncos 1973 endlich, eine Saison mit mehr Siegen als Niederlagen abzuschliessen. Diese Saison wurde zum Wendepunkt: In den nächsten 20 Jahren resultierte 17mal eine positive Bilanz und zwischen 1977 und 1991 gewannen die Denver Broncos sieben Divisionstitel sowie vier AFC-Meistertitel. Allerdings: Der ganz grosse Erfolg, einen Sieg in der Super Bowl, blieb ihnen jedesmal versagt. Da half auch nichts, dass beim Team aus den Rocky Mountains mit John Elway ab 1983 ein Quarterback Regie führte, der zu den ganz Grossen der NFL-Geschichte zählt.

Doch als bereits niemand mehr damit rechnete, gelangen Elway und den Broncos doch noch der grosse Coup: 1997 erreichten sie überraschend die Super Bowl und schlugen mit den Green Bay Packers den amtierenden Super Bowl-Champion. Und 1998 liessen die Broncos gleich den zweiten Erfolg folgen. Nach dieser erfolgreichen Titelverteidigung trat John Elway zurück – als einziger Quarterback der vielgepriesenen «Class of 83» – zu der unteranderem auch Dan Marino und Jim Kelly gehören – mit einem Super Bowl-Ring am Finger.

BRONCOS FACTS

Mitglied der AFL:
14. August 1959, Gründungsmitglied

Erste Saison:
1960

Super Bowl-Sieger:
XXXII, XXXIII, L

Super Bowl-Verlierer:
XII, XXI, XXII, XXIV, XLVIII

AFC-Meister:
1977, 1986, 1987, 1989, 1997, 1998, 2013, 2015

AFC-Vizemeister:
1991, 2005

Divisions-Meister:
1977, 1978, 1984, 1986, 1987, 1989, 1991, 1996, 1998, 2005, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015

Hall of Fame-Mitglieder:
Steve Atwater
Champ Bailey
Pat Bowlen (Besitzer)
Terrell Davis
John Elway
Floyd Little
Shannon Sharpe
Gary Zimmerman

John Elway, Quarterback, 1983-1998
John Elway, Quarterback, 1983-1998
Shannon Sharpe, Tight End, 1990-1999, 2002-2003
Shannon Sharpe, Tight End, 1990-1999, 2002-2003
Terrell Davis, Running Back, 1995-2001
Terrell Davis, Running Back, 1995-2001
von Stefan Feldmann - 
Sonntag, 2. Februar 2020